Wer wir sind

neue deutsche organisationen ist ein bundesweites Netzwerk von über 100 Vereinen, Organisationen und Projekten. Ihre Mitglieder sind jüdische, muslimische und andere dialogsuchende Engagierte, Nachkommen von Arbeitsmigrant*innen und Geflüchteten, manche bezeichnen sich als Person of Color, Schwarze Deutsche, Bindestrich-Deutsche oder Roma. Ihre Gemeinsamkeit: Sie verstehen sich als Teil der Gesellschaft und als postmigrantische Gegenbewegung zum Rechtsruck.

LISTE ALLER NDOs

Was wir wollen

Die ndo verstehen sich als Interessensvertretung von postmigrantischen Initiativen und wollen der Spaltung der Gesellschaft etwas entgegensetzen. Wir streiten für mehr Sichtbarkeit, Teilhabe und Chancengerechtigkeit. Dafür bringen wir uns in Debatten ein und bieten u. a. einen Expert*innenpool für Medien, Politik, Stiftungen und viele mehr. Mit Veranstaltungen, Pressegesprächen und Positionspapieren machen wir unsere Standpunkte deutlich:

1. Wir wollen selbst entscheiden, wie wir bezeichnet werden.

Zum Beispiel als Menschen mit Vibrations- oder Migrationshintergrund, mit Migrationsvordergrund, Migrant*innen, bikulturelle, crosskulturelle, Schwarze-Menschen, Turkodeutsche oder Deutschkurden, People of Color oder einfach nur Mensch. Fragen Sie uns. 

2. Wir wollen keine Integrationspolitik, sondern eine Gesellschaftspolitik für alle.

Maßnahmen gegen Diskriminierung und Rassismus sind unerlässlich. Eine Integrationspolitik, die sich nur auf "Menschen mit Migrationshintergrund" konzentriert, ist nicht zeitgemäß. Wir brauchen auch Integrationsangebote für Menschen ohne Migrationsvordergrund. Und wir brauchen ein klares Bekenntnis zur Einwanderungsgesellschaft. Ein Einwanderungsgesetz muss das berücksichtigen.

3. Gesellschaftliches Engagement

Das gesellschaftliche Engagement gegen antisemitische, antimuslimische, frauenfeindliche und homophobe Einstellungen muss stärker unterstützt und gefördert werden - in allen Teilen der Gesellschaft.

4. Menschen of Color und Schwarze Menschen müssen präsenter werden

Wir wollen keine homogenen Behörden, staatlichen Unternehmen, Parlamente, Gremien, Rundfunkräte, Wohlfahrtsverbände usw. Teilhabe sollte selbstverständlich sein - ist sie aber nicht.

5. Zu einer modernen Einwanderungsgesellschaft gehört ein reformiertes Bildungssystem

Es kann nicht sein, dass Kinder of Color und Schwarze Kinder schlechtere Noten bekommen. Kolonialismus, Einwanderung, Rassismen und Diskriminierungen müssen Teil der Lehrpläne werden.