In.Solidarity - Rückblicke, Einblicke und Ausblicke auf Communityzusammenarbeit

­­­­

Im Rahmen der Veranstaltung „In.Solidarity“ beschäftigen wir uns aus einer communityübergreifenden Perspektive und auf verschiedenen Ebenen mit dem Thema Solidarität.  Wir werden das Thema Solidarität aus einer historischen Perspektive betrachten, die gegenwärtige Situation beleuchten und mögliche Zukunftsvisionen entwerfen.

Einen Fokus legen wir auf das widerständige Moment communityübergreifender Solidarität. Diese wollen wir anhand geschichtlicher Verwobenheit und entlang von gemeinsamen und geteilten Kämpfen nachvollziehen. In diesem Kontext gehen wir der Frage nach, welche Möglichkeiten Solidarität bietet, um Macht-Hierarchien abzubauen und „Teile und Herrsche“-Mechanismen entgegenzuwirken. 

Gleichzeitig werden wir uns mit Macht-Hierarchien und diskursiven Leerstellen innerhalb unserer Communities auseinandersetzen und dabei - neben kollektiven Erinnerungen - auch spezifische (historische) Erfahrungen einzelner Communities in den Blick nehmen. In diesem Zusammenhang wenden wir uns den Themen Community Building, mediale (Unter-/Miss-) Repräsentation von Communities, Konflikte und Marginalisierung(en) und (gemeinsame) Wissensproduktion zu.

Zum Auftakt der Veranstaltung geben Vanessa Thompson, Tayo Awosusi-Onutor und Ed Greve in einem eröffnenden Panel einen Rückblick auf Kämpfe rassifizierter Communities in Deutschland und diskutieren die Entwicklungen der vergangenen 10 Jahre bis heute.

In vier darauffolgenden, parallelen Workshops gibt es die Möglichkeit, sich gemeinsam mit Aktivist*innen und Wissenschaftler*innen mit einer Dimension communityübergreifender Solidarität auseinanderzusetzen. 

In einem Abschlusspanel werden die Inhalte der Workshops zusammengeführt und Ideen für alternative Zukunftsvisionen ausgetauscht. 


Anmeldung: 
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist nur mit vorheriger Anmeldung möglich. Die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt. 

Meldet Euch bitte bis zum 16.11.2020 an unter: In.Solidarity_xartsplitta@neue-deutsche-organisationen.de 

Bitte bei der Anmeldung angeben: 
Vorname Nachname, ggf. Organisation (für die Ihr tätig seid), Nummer des Workshops, an dem Ihr teilnehmen möchtet. 

Wichtiger Hinweis:
Die Workshops sind als Safer Space konzipiert und nur für BIPoC zugänglich. Die Panels sind für alle Interessierten geöffnet. Die Veranstaltung findet online und in deutscher Lautsprache statt. Die Zugangsinformationen verschicken wir am 18.11. an alle angemeldeten Personen.­


 


Workshop 1: Com.Unity Organizing – Strategien, Möglichkeiten und Herausforderungen – Moderation: Emine Aslan
Dieser Workshop bietet die Möglichkeit, sich mit Strategien, Möglichkeiten, aber auch Herausforderungen des Community Buildings auseinanderzusetzen. Dabei soll der Begriff „Community“ an sich unter die Lupe genommen werden. Was heißt für uns als Individuen „Community“ oder in unserer Arbeit Community-nah/Community-orientiert tatsächlich und wie gehen wir im Rahmen der Entwicklung von Identität und Zugehörigkeit mit dem Spannungsfeld Fremdmarkierung und Selbstpositionierung um? Es wird danach gefragt, wie Spaltungsversuche und „Divide and Rule“-Mechanismen identifiziert und ihnen entgegengewirkt werden kann. Nicht zuletzt könnte im Kontext dieses Workshops auch das Thema „Safer Spaces“ angeschnitten und darüber nachgedacht werden, inwieweit eine kritische Betrachtung dieses Konzepts wichtig für ein erfolgreiches und nachhaltiges Community Building ist.

Workshop 2: Re.Presentation – Solidarität und mediale Repräsentation – Moderation: Thu Hoài Tran
Dieser Workshop setzt sich einerseits mit der Repräsentation bestimmter Communities in den Medien auseinander und geht der Frage nach, warum einige Communities stärker sichtbar sind als andere und wie der Unter- oder Missrepräsentation solidarisch entgegengewirkt werden kann. In diesem Zusammenhang werden praktische Beispiele und Handlungsoptionen vorgestellt und darüber diskutiert, welche Möglichkeiten es gibt, gemeinsame Themen zu setzen und marginalisierte Perspektiven in medialen Räumen sichtbar zu machen.

Workshop 3: Know.Ledge - Wissensproduktion und Wissenstransfer – Moderation: Sarah Ahmed
In diesem Workshop wird die communityübergreifende und kollaborative Wissensproduktion und deren Transfer in den Blick genommen. Dabei werden wir uns mit folgenden Fragen beschäftigen: Welche communityübergreifenden Wissensbestände gibt es schon? Wie sind sie entstanden? Wie können marginalisierte Perspektiven und Erfahrungen den dominanten Diskurs irritieren? Wie können wir gemeinsam Geschichte(n) schreiben, ohne diskursive Dominanzen zu reproduzieren?

Workshop 4: Con.Petitions & Con.Flicts – Solidarischer Umgang mit Konflikten und Konkurrenzen – Moderation: Danna Bader 
Auch wenn Communities für viele von uns Orte sind, in denen wir uns sicher fühlen können, sind diese „Räume“ nicht selten auch Orte, in denen Konflikte und Konkurrenzen stattfinden. Dies gilt sowohl innerhalb von spezifischen Communities als auch zwischen unterschiedlichen Communities. Das durch intersektionale Diskriminierung und gesellschaftliche Marginalisierung herbeigeführte, permanent erhöhte Stresslevel und die existenziellen Ängste, die damit zusammenhängen, tragen dazu bei, dass solche Konflikte und Konkurrenzen zusätzlich befördert werden. Hinzu kommen vermeintlich oder tatsächlich gegensätzliche Interessen und Prioritäten. In diesem Workshop wollen wir uns konkret mit den Themen Konflikte und Konkurrenzen beschäftigen. Wie können Konflikte adressiert werden, ohne zu eskalieren? Wie kann das Potential von Konflikten konstruktiv genutzt werden? Wie können wir trotz dieser Konflikte solidarisch sein? Und schließlich: inwieweit ist auch Scheitern notwendig, damit wir uns als Communities gemeinsam weiterentwickeln können?

Die Referent*innen


Eine Kooperations-Veranstaltung von ndo und xartsplitta